Sa, 6.11.2010, 10:00 Uhr - 17:00 Uhr, Köln
Esther Ingwers
Richtig, die Gemeinschaft der Gebärdensprachverwender/innen ist in Deutschland eine sprachlich-kulturelle Minderheit. Und doch wird die Gebärdensprache über das Fernsehen und das Dolmetschen von Nachrichtensendungen allabendlich in die Wohnzimmer des ganzen Landes übertragen - so denn der Sender Phönix gewählt wird.
Gebärdensprachdolmetscher/innen üben einen jungen Beruf aus, befinden sich noch in der Phase der beruflichen Identitätsfindung und erleben täglich die Notwendigkeit, ihre Rolle und ihre Dienstleistung erklären zu müssen.
Zu den häufig gestellten Fragen gehören dabei: Ist Gebärdensprache international? Gibt es für jedes Wort eine Gebärde? Arbeiten Gebärdensprachdolmetscher/innen an Gehörlosenschulen? *Betreuen* Gebärdensprachdolmetscher/innen Gehörlose auch in anderen Bereichen des Lebens? Zwar gehört zur Berufsausübung zwangsläufig die ständige Sichtbarkeit, aber ein klares Verständnis der Tätigkeit ist dadurch keineswegs gegeben.
In diesem Workshop haben Sie Gelegenheit zu erfahren, * - Wie die Ergebnisse der Gebärdensprachforschung die Ausbildung von Gebärdensprachdolmetscher/innen ermöglicht hat * - Wie der Arbeitsalltag von Gebärdensprachdolmetscher/innen aussieht und welche besonderen Herausforderungen er bereithält * - Wie sie ihr Rollenverständnis in der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene immer feiner definieren * - Und warum Gebärdensprache gar nicht international sein kann
Diane Keller
Dipl.-Übers. Diane Keller
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